KochenProjekt „Garten & Ernährung“

Der Projektteil „Ernährung“ steht unter dem Motto „Essen hält Leib und Seele zusammen“. Im Projekt lernen die Rehabilitanden Lebensmittel in verschiedenen Qualitäten kennen und sie verwenden diese in unterschiedlichsten Zubereitungsarten. Im Vordergrund stehen naturbelassene Lebensmittel und einfache, praktische Gerichte sowie das Kennen lernen weniger bekannter Zutaten. Küchenfertigkeiten insbesondere im Umgang mit frischen Produkten werden auf die Umsetzbarkeit zuhause, den Geschmack, den Zeitaufwand und eventuelle Vorurteile geprüft. Im Umgang mit den Lebensmitteln werden Kenntnisse vermittelt, die die Rehabilitanden im Alltag befähigen, die Qualität der Produkte bzw. das vielfältige Angebot zu beurteilen.

Damit wird das Ziel verfolgt, dass die Rehabilitanden beim Experimentieren ihre individuellen Ansatzmöglichkeiten finden. Das alltägliche Essen soll für den Rehabilitanden über die Schärfung der Sinne für „Leib und Seele“ sinnlich erfahrbar und nachvollziehbar werden und somit innovativ auf das individuelle Erleben und Handeln wirken.

Das Projekt hat die Besonderheit, dass zwei Themenschwerpunkte behandelt werden. Die im Projektteil „Ernährung“ verwendeten Gemüse-, Kräuter und Obstsorten werden im Projektteil „Garten“ von den Rehabilitanden in den klinikeigenen Gärten angebaut. So erleben die Rehabilitanden die traditionelle Verbindung von der Produktion und Ernte der pflanzlichen Lebensmittel bis zur kreativen Verarbeitung und dem bewussten genießen mit allen Sinnen.

P1040530Der Projektbaustein „Ernährung“ enthält neben dem Schwerpunkt Ernährung, auch ein umfangreiches Themenspektrum im Rahmen des Gesundheitstrainings. Beispiele hierfür sind angrenzende Themen, die zur Reflektion des Lebensstils und der möglichen Einflussnahmen jedes einzelnen Rehabilitanden beitragen: wie „Verhaltensänderungen, wie können sie gelingen“, „Umgang mit Neuem“, „Reflektion von Alltagsstrukturen und Zeitmanagement“, „Zusammenhänge zum Schlafverhalten bzw. zu Schlafstörungen“, „Bedeutung von Denkmustern und Haltungen in Bezug auf die Alltags- und Berufswelt“, „Förderung der allg. Genusswahrnehmung mit der Ziel einer verbesserten positiven Wahrnehmung und Gestimmtheit im Alltag“.

Im Rahmen des Projektteils erfahren die Rehabilitanden wie sie das in der Theorie Gelernte direkt in der Praxis umsetzen können. Sie erleben sich und erhalten am Ende der Einheit die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Gedanken aber auch Zweifel zu reflektieren. Das Projekt hat eine hohe Orientierung an den Alltagssituationen, auf die die Rehabilitanden direkten Einfluss nehmen können. Wie die Umsetzung des Gelernten zu Hause erfolgen kann, ist ein weiterer fester Bestandteil jeder Projekteinheit.

P1040658Das Gartenprojekt bietet uns die Gelegenheit, draußen zu sein und bewusst die Jahreszeiten mit dem Wandel von Wachsen und Vergehen zu erleben. Das Arbeiten mit und in der Erde gibt uns die Möglichkeit, wieder die Verbundenheit mit dem eigenen Körper zu spüren. Pflanzen sind gute Lehrmeister bezüglich Wahrnehmung und Sensibilität. Sie lehren uns, das ruhige Verweilen wieder zu entdecken, schärfen und erwecken die Sinne. Im Rahmen des Gemüse-, Blumen- und Heilkräuteranbaus werden ökologische Zusammenhänge vermittelt.