kunst5Künstlerisches Gestalten und Handwerk

Das Projekt bietet Rehabilitanden aller Altersstufen mit verschiedensten Krankheitsbildern die Möglichkeit, auf nonverbalem Wege Gedanken und Gefühle mitzuteilen und in einem künstlerisch kreativen Prozess Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Darüber hinaus bietet es Möglichkeiten, in Einzelarbeiten in der Kleingruppe das kompetenz- und ausdruckszentrierte kreative Arbeiten, insbesondere mit dem Medium Holz, zu erfahren.

Die Auseinandersetzung mit dem in der Regel wenig vertrauten Gebiet der Malerei fördert Kreativität und innere Beweglichkeit. In der Konfrontation mit dem eigenen Werk erübt der Rehabilitand individuelle Problemlösestrategien. Diese ermöglichen unter Umständen einen flexibleren Umgang mit Alltagsproblemen. Darüber hinaus fördert die ruhige und selbstbezogene Tätigkeit die Entspannung und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Krankheitsverarbeitung.

Durch vielfältige Inhalte bietet das Medium Holz zahlreiche ergotherapeutische Einsatzmöglichkeiten. Holz lässt sich auf verschiedenste Arten bearbeiten. Je nach Aufgabenstellung können einerseits die Kreativität und die Gestaltung und andererseits die elementaren Grundfähigkeiten im Vordergrund stehen.

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Zu den elementaren Grundfähigkeiten im kognitiven Bereich zählen die Handlungsplanung und Handlungsdurchführung, die Konzentration, die Ausdauer sowie der Umgang mit Werkzeugen und Materialien. In welcher Form diese Fertigkeiten gefördert werden, ist abhängig von der Komplexität der Aufgabe. Bei der Herstellung eines Werkstücks sind mehrere Arbeitsschritte erforderlich, so dass die Handlungsplanung und die Handlungsdurchführung sowie die Merkfähigkeit angesprochen werden. Die Konzentration und Aufmerksamkeit ist bei der Erläuterung der Aufgabe sowie bei der Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte gefordert, um ein bestmögliches Arbeitsergebnis zu erzielen und den Arbeitsschutz einhalten zu können.